ME / CFS
47. Die Berner Sozialhilfe
Von 2011 bis 2023 derselbe Grundbetrag
März 2023
Diese und die folgenden Seiten schrieb ich im März 2023
Es gibt Leute, welche wegen einer unheilbaren Krankheit keine Aussicht auf Job und Lohn haben. Die dümpeln ziemlich hoffnungslos dahin und sind auf Teufel-komm-raus der Sozialhilfe ausgeliefert. Dazu gehören beispielsweise viele ME/CFS-Patientinnen und -Patienten.
Auf infosperber.ch habe ich einen interessanten Artikel über die Sozialhilfe entdeckt: Er trägt den Titel „Wer Sozialhilfe bekommt, ist öfter krank”. Ein Abschnitt ist folgender Frage gewidmet:
Macht Krankheit arm oder Armut krank?
Eine berechtigte Frage, vor allem im Kanton Bern. Denn der Kanton Bern brilliert mit dem schweizweit niedrigsten Grundbedarf.  Auf der Website von der SKOS habe ich eine interessante Grafik gefunden:
Hübsch, diese Grafik, und der Berner Bääär leuchtet im schönsten Blassgelb. Da kann man ja direkt froh sein, dass der Kanton Bern derart knausert, sonst wäre fast die ganze Karte im gleichen, langweiligen Grün gemalt. Es wäre noch zu eruieren, ob dieser faule Apfel unter den Schweizer Kantonen seit 2011 - also seit 13 Jahren - denselben GLB von Fr. 977.- ausrichtet, oder ob er schon 2011 geizte und sich um die Empfehlungen des SKOS foutierte.
Die Differenz vom Berner GLB zur Empfehlung der SKOS beträgt zwar nur 55 Fränkli. Eine Pappenstiel für Ganzgut- und Halbgut-Verdienende; ein namhafter Betrag jedoch für jemand am untersten Ende der bürgerlichen Sozialhierarchie.
Man verzeihe die deftge Ausdrucksweise, aber sie ist notwendig:
Es ist einfach arschkrass, dass der Kanton Bern seit 12 Jahren (sic!) den immer gleich hohen GLB ausrichtet!!!