Es ist jetzt einfach so, wie es ist, beziehungsweise wie die SKOS es empfiehlt. Abgesehen vom ziemlich fragwürdigen GLB
(Grundbedarf für den Lebensunterhalt)
ist die Sozialhilfe hierzulande gar nicht so übel: Die Miete
wird von der Sozialhilfe bezahlt, ebenso Kosten für die medizinische Grundversorgung. Zusätzliche Ausgaben werden je nach
Situation ebenfalls übernommen. Dazu kommen allfällige Integrationsbeiträge und sogar ein Einkommensfreibetrag. Und der
GLB ist steuerfrei; das ist ja wohl klar, auch wenn die SVP-Freaks immer wieder dagegen wettern.
Friede - Freude - Eierkuchen, so könnte man die Schweizer Sozialhilfe nennen. Wenn da nur nicht die Freaks
vom rechten und transrechten Rand wären. Die schlauen Kerlchen haben nämlich die herausgefunden, dass manche Sozialhilfebezüger
ein höheres Einkommen haben als Arbeitende, die für einen Hungerlohn sich halb zu Tode schuften. Sie versuchten und versuchen immer wieder,
die Sozialhilfe zu kürzen. Und die SVP-ler können dabei noch ihr Lieblingsthema beackern, nämlich die Sozialhilfe für Migranten.
Dazu ein illustres Beispiel:
...und hier noch eines...
Die Auswirkungen rechtsbürgerlicher Politik auf die Sozialversichungsgesetzgebung in der Schweiz
Die Diskussion über den Missbrauch von Sozialleistungen ist in der Schweiz ein politisch aufgeladenes Thema. Die Positionen
rechtsbürgerlicher Parteien gewinnen auf allen Staatsebenen mehr Einfluss auf die Sozialpolitik. Die vorliegende Analyse beleuchtet
diese Entwicklung der letzten Jahre in der Schweiz und zeigt anhand von drei Beispielen, wie rechtsbürgerliche Forderungen
in Gesetzgebung und Praxis umgesetzt wurden...
Stefanie Kurt, Lisa Marie Morelli in „De Facto belegt, was andere meinen”
Aber wir Schweizerinnen und Schweizer haben diese Leute ja gewählt! Und so setzen sich einige
Exemplare vom rechten Rand enthusiastisch dafür ein, die Sozialhilfe allgemein und den GLB speziell auszudünnen; damit soll
der Anreiz für mehr Eigen-verantwortung gesteigert werden. Die Berner SVP und ihr ultrachter Regierungsrat Schnegg haben sich da
in den letzten Jahren besonders hervorgetan. Auf der nächsten Seite beginnt ein betrübliches Kapitel.
Es trägt den Titel „Die Sozialhilfe des Kantons Bern - eher eine
Asozialhilfe”