Auf Seite 53 „News und Links” finden Sie den Link zum Artikel der SVP-Politikerin Barbara Steinmann. Die gute Frau
echauffiert sich angesichts der Tatsache, dass eine 6-köpfige Familie monatlich knapp 7'000 Franken Sozialhilfe erhält.
Sie schreibt:
„Die Sozialhilfe-Kosten im Asylbereich explodieren. Kein Wunder: Die Leistungen sind oft viel höher als
die Löhne, welche die Asylanten auf dem Arbeitsmarkt erzielen würden.”
Recht hat sie, die werte Frau, und vergisst dabei, dass Asylanten oft gar nicht arbeiten
dürfen. Allerdings
würde meines Wissens auch eine Schweizer Familie, deren Vorfahren mindestens 30 Generationen lang in der Schweiz gelebt haben, die gleich
hohen Sozialleistungen erhalten. Wenn die steuerpflichtigen Löhne niedriger sind als die Sozialhilfe, liegt die Ursache der
Niedriglöhne eigentlich nicht bei den Sozialhilfeempfängern, sondern bei den Arbeitgebern.
Gehört eine sechsköpfige Familie, die monatlich knapp 6700 Franken Sozialhilfe erhält, zum Mittelstand? Dazu sagt «watson»:
Mit diesem Lohn gehörst du in der Schweiz zum Mittelstand
Bist du alleinstehend und verdienst brutto zwischen 4126 und 8826 Franken im Monat...
...oder lebst du zusammen mit deiner Partnerin oder deinem Partner als Paar mit zwei Kindern
unter 14 Jahren und ihr verdient
gemeinsam zwischen 8666 und 18'569 Franken...
...dann darfst du dich zum Schweizer Mittelstand zählen.
watson vom 26. März 2025
Ja, ja. Die SVP. Und die Berner SVP. Und der Herr Schnegg.
Diese Herren (und Damen) erhielten zwar einen Tritt in die Kehrseite, nämlich als die „Abstimmung zum kantonalen Sozialhilfegesetz vom
19. Mai 2019” vom Volk mit 53% zu 47% abgelehnt wurde. Man beachte: SVP heisst Schweizer
Volkspartei. Die SVP
erhielt also damals eine Willsensbekundung seitens des Volkes, aber...
„Die Katze lässt das Mausen nicht.” Dieses Sprichwort bedeutet, dass jemand seine Eigenschaften oder
Gewohnheiten nicht ändern kann. Auch wenn sie schlecht sind. Auch wenn er es versucht. Die Katze ist hier der Klüngel aus SVP und deren
Politikern. Die Maus wird vertreten durch die Sozialhilfe und deren Empfänger. Trotz dem Abstimmungsresultat vom 19. Mai 2019 machen
Schnegg und andere SVPler wacker weiter und versuchen immer wieder, die Sozialhilfe auszudünnen.
«Unausgereift und nicht zielführend» - Heftige Kritik an geplanten Änderungen im Sozialwesen
Für den Gesetzesentwurf wählen Parteien und Gemeinden teils deutliche Worte. Dies auch, weil sie kaum einbezogen wurden...
...Vor fünf Jahren versenkte die Stimmbevölkerung des Kantons Bern die geplante Kürzung der Sozialhilfe. Nun regt sich auch gegen den neuen Vorschlag aus der Feder von
Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) breiter Widerstand...
BZ vom 22. Oktober 2024