ME / CFS
26. Die Invalidenversicherung
Die durch die Hölle gehen
1. Teil
März 2025
Die Invaliden-Versicherung muss sparen (swissinfo.ch vom 22. Juni 2005)
"Die Schweizer Regierung hat am Mittwoch die definitive Botschaft für die 5. Revision der Invaliden-Versicherung (IV) verabschiedet."
Das Projekt strebt 20% weniger neue Renten an und eine Erhöhung von Lohnbeiträgen und Mehrwertsteuer, um die Finanz-schwierigkeiten der IV zu beheben. Der Bundesrat will mit der 5. IV-Revision den Zugang zur IV-Rente erschweren und die Wiederein-gliederung verstärken. Damit soll das Sozialwerk entschuldet werden. Behindertenverbände und Linke reagierten zufrieden, bürgerliche Parteien skeptisch...
Die IV muss also sparen. Diesen Auftrag erteilte ihr vor rund 20 Jahren die Politik unter Federführung der SVP und deren Oberguru Herr Dr. Christoph Blocher.
Wer als ME/CFS-Patientin oder -Patient bei der IV einen Rentenantrag stellt, geht in der Regel durch die Hölle.
Diagnosen und ME/CFS-Befund von Ärztinnen und Ärzten und selbst von Kantons- und Universitätsspitälern werden von der IV nicht anerkannt und nicht berücksichtigt. Für die IV haben ausschliesslich die externen - mittlerweile teilweise in Verruf geratenen - Gutachter und ihre Buden das Sagen. Die handeln vernünftigerweise nach dem Motto...
"Wes Brot ich es, des Lied ich sing!"
...oder auf Neudeutsch...
"Ihr müsst sparen; wir helfen euch beim Sparen."
Da es sehr schwierig bis unmöglich ist, ME/CFS eindeutig zu diagnostizieren, können die Gutachter (wenn es ihr Chrakter zulässt) allerlei Schabernack betreiben, die Antragsstellerin / den Antragssteller nach Belieben piesacken und quälen und am Schluss - ganz im Sinne der sparpflichtigen IV nach dem Motto "His Master's Voice" handelnd - haarsträubend unkorrekte bis falsche Befunde brünzeln.
Was ich auf der nächsten Seite lese, lässt mich befürchten, dass für die IV eine Vielzahl von Gutachtern arbeitet, deren Empathie-fähigkeit unter derjenigen eines Komodowarans steht...