Brain Fog (deutsch Bewusstseinstrübung) bezeichnet seit jeher das wichtigste pathogenetische Merkmal des Deliriums und ist kennzeichnend
für eine Reihe von kognitiven Defiziten. Aufmerksamkeit erhält das Phänomen aktuell im Zusammenhang mit Long COVID
insbesondere, da es nicht nur nach schweren Krankheitsverläufen auftritt.
Frauen sind öfters von den diffusen Beschwerden, die unter brain fog als Folge von Long Covid zusammengefasst werden, betroffen. Eine
stationäre Anschlussbehandlung benötigt jedoch nur ein Teil der Patienten.
Die Schwere einer Coronaerkrankung ist nicht ausschlaggebend für die anschließend auftretende Intensität von Bewusstseins-trübungen.
Eine direkte Beeinflussung des zentralen Nervensystems in Folge einer Covid-Erkrankung ohne schweren Verlauf konnte mittlerweile
nachgewiesen werden. Darüber hinaus gibt es immer mehr Berichte von Betroffenen, die im Zusammen-hang mit Long Covid an Gehirnnebel
leiden und von umfangreichen Einschränkungen im Alltag, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit berichten...