Mittwoch, 23. September
Schnee - nach Wyoming
Wir verlassen die gastliche Motel-Cabin-Anlage, nachdem wir vom Besitzer erfahren habe, dass
er im Moment vor allem Jäger beherberge, jedoch bald zumachen und den Winter in Lake Havasu City
im warmen West-Arizona verbringen werde.
Bei schönstem Wetter fahren wir ostwärts, am kleinen
Dörfchen Buford und an einer
weiteren Motel-Cabin Anlage vorbei. Die Gegend lebt offensichtlich
von der Viehzucht und vom (sanften) Tourismus.
Die Strasse steigt dann allmählich an und verwandelt sich hinter Buford in eine
gut unterhaltene Dirt Road und damit zum
Flat TopScenic Byway. Der Ripple Creek Pass liegt
auf 3100 m Höhe und bezaubert uns mit einigen Picknicktischen und mit der Sicht
auf schneebedeckte Berge.
Vom Pass fahren wir hinunter zum Williams Fork, fahren dann wieder steil hinauf auf die
Dunckley Flat Tops und dann wieder lange hinunter bis
Yampa, einem Nest, das sich immerhin mit einem Motel und
einer Imbissbude - wo wir natürlich einen deftigen Lunch verspeisen - brüsten kann.
Die Weiterfahrt auf US 40 und S-14 beruhigt Fahrerin und (schlafenden) Mitfahrer; allerdings
scheint das Wetter bösen zu wollen.
Walden
liegt auf 2400 m Höhe und auf einer riesigen Hochebene (geschätzte Fläche: beinahe 2100
Quadratkilometer, dies entspricht einem Zehntel der Fläch der Schweiz). Der Blick nach Osten
verheisst nichts Gutes: Dichtes Schneegestöber scheint den Cameron Pass einzuhüllen.
Ich telefoniere deshalb dem KOA in Cheyenne und reserviere eine Kabin.
Wir fahren dann weiter durch die Medicine Bow Mountains nach Laramie, nehmen den Umweg
über die S-210, bewundern Don Quijotes Windmühlen und landen schliesslich bei eisiger Kälte
müde und abgehalftert auf dem KOA in Cheyenne.